Über uns   

 
Das “An-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin“ wurde im Jahr 2000 als gemeinnützige GmbH gegründet. Die Gründung des “An-Institutes für Qualitätssicherung in der operativen Medizin“ erfolgte unter der Zielstellung, mit dem Instrument der “prospektiven multizentrischen Beobachtungsstudie“ die Qualität der chirurgischen Behandlung von Patienten mit definierten, sogenannten `Tracer-Diagnosen` unter den Bedingungen der klinischen Routine in der flächendeckenden Versorgung zu erfassen und zu analysieren. Dabei lag nicht nur die reine Analyse der Versorgungsqualität im Fokus. Ein weiterer wesentlicher Aspekt sollte in der Erarbeitung von Risikofaktoren und Prognose-Indikatoren, die die früh-postoperativen und die Langzeitergebnisse definieren, liegen.
Durch Publikation der so gewonnenen Ergebnisse, die Präsentation der Ergebnisse im Rahmen von jährlich stattfindenden Studientreffen und jährliche Ausgabe aktualisierter Manuals für die teilnehmenden Kliniken, welche die Ergebnisse der jeweiligen Klinik im Vergleich zu den Gesamtstudien-Ergebnissen zeigt, sollen die teilnehmenden Kliniken in die Lage versetzt werden das eigene chirurgische Handeln in Bezug auf Diagnostik und Therapie zu kontrollieren. So wird nicht nur ein wesentlicher Beitrag im Rahmen der Versorgungsforschung geleistet, sondern ebenso Evidenz-basiertes Wissen erarbeitet und nicht zuletzt ein entscheidender Beitrag zur Qualitätssicherung geleistet.    

                                                           

Wesentliche Grundlagen für die Arbeit des An-Institutes stellten die Erfahrungen der Beobachtungsstudien zur chirurgischen Versorgung der Appendizitis (1996 – 1997), der benignen und malignen Struma (1998) sowie aus der Pilot-Studie zur chirurgischen Behandlung des kolorektalen Karzinoms (1999) dar. Dabei zeigten diese Pilot-Projekte nicht nur, dass derartige Beobachtungsstudien durchführbar sind. Bei freiwilliger Teilnahme der Kliniken an diesen Studien wurde ebenso deutlich, dass in den chirurgisch tätigen Einrichtungen ein ausgeprägtes Interesse an der Analyse der eigenen Behandlungsqualität bestand. 
Wie die Pilotstudien, so basieren auch die mit der Gründung des An-Institutes initiierten Studien auf der freiwilligen Teilnahme der Kliniken. Keine Klinik, die ihre Qualität erfassen und analysieren lassen möchte, wird von der Teilnahme ausgeschlossen. Anonymisiert werden bei vorliegendem schriftlichen Einverständis der Patienten demographische Daten, Daten zur perioperativen erkrankungsspezifischen Diagnostik, zur chirurgischen Behandlung selbst sowie zum postoperativen Verlauf bis zur Entlassung aus der Klinik von den jeweiligen Patienten der teilnehmenden Kliniken erfasst. Diese Daten werden nach Prüfung der Plausibilität in eine Datenbank eingegeben und stehen dann zur statistischen Auswertung zur Verfügung.
Die Datenerfassung, insbesondere aber deren Aufbereitung und gezielte Analyse sowie die Erstellung der Kliniksberichte (Manuals) erfolgt  in enger Kooperation der internen Statistikabteilung des An-Institutes mit einem unabhängigen statistischen Institut (StatConsult Gesellschaft für klinische und Versorgungsforschung mbH) . Die Klinikberichte stellen den teilnehmenden Kliniken die eigenen Ergebnisse im Vergleich zu den Ergebnissen der Gesamtstudie im Sinne des interkollegialen Vergleichs zur Verfügung, wobei die Klinik-eigenen Ergebnisse nur der jeweiligen Klinik zur Verfügung stehen. Mit den Daten der Qualitätssicherung wird den einzelnen Kliniken ermöglicht, Defizite in der Struktur-, Prozess- und Behandlungsqualität zu erkennen, diese zu korrigieren und damit letztlich die Ergebnisqualität zu verbessern. So wirken die Ergebnisse der Versorgungsforschung wieder unmittelbar auf die individuelle Behandlung jedes einzelnen Patienten ein.
Im Rahmen jährlich stattfindender Studientreffen werden die aktuellen Studien-Ergebnisse präsentiert und die Qualitätsanalysen an die Kliniken weitergegeben. Darüber hinaus werden die Ergebnisse spezifischer, wissenschaftlicher Auswertungen in Vortragssitzungen vorgestellt und wissenschaftlich vor dem Hintergrund der aktuellen internationalen Datenlage diskutiert.
Im Ergebnis der Arbeit des An-Institutes seit dem Jahr 2000 wurden inzwischen mehr als 85.000 Patienten mit einem kolorektalen Karzinom erfasst, unter verschiedensten, chirurgisch relevanten Fragestellung analysiert und konkrete Aussagen zur Qualität flächendeckenden Behandlung dieser Patienten abgeleitet. Die wesentlichen Ergebisse, die sich aus der Datenanalyse ergaben, wurden national und international publiziert.  
Die erfolgreiche Arbeit des An-Institutes wird erst durch den Enthusiasmus der teilnehmenden Kliniken möglich. An dieser Stelle sei den Kliniken, die Patienten- resp. Behandlungsdaten in die abgeschlossenen und laufenden Studien einbrachten und einbringen gedankt.