Studienbeschreibung

 

Ziel des GBSR

 

Seit dem 01.01.2005 werden sowohl perioperative als auch Langzeit-Ergebnisse der in Deutschland durchgeführten Operationen auf freiwilliger Basis am Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin gGmbH der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg im Rahmen der Qualitätssicherungsstudie risikoadjustiert erfasst [3]. Das GBSR ermöglicht neben Aussagen zu Ersteingriffen auch Angaben zu Revisionen und Redo-Eingriffen.

Das Ausmaß der Gewichtsreduktion und die Beeinflussung der Komorbiditäten im Langzeitverlauf sind wichtige Zielparameter. Frühe und späte Komplikationen sowie deren Häufigkeiten werden in Abhängigkeit vom Operationsverfahren und zahlreicher Begleitvariablen diskutiert. Die Qualitätssicherung wird wissenschaftlich von unseren chirurgischen Fachgesellschaften (DGCH; DGAV; DGCA e.V.) begleitet und tatkräftig unterstützt.

 

Aktuelle Daten des GBSR 2017 und eingriffsbezogenes Update der Literatur

 

Im Vergleich mit den internationalen Daten weisen die Patienten in Deutschland unverändert über 12 Jahre einen überdurchschnittlichen hohen mittleren BMI von 49,5 kg/m², ein deutlich erhöhtes mittleres Alter mit 43,2 Jahren sowie eine dramatisch hohe Inzidenz an Komorbiditäten auf (87% aller Patienten) auf. Im Jahr 2016 wurden 5732 adipositaschirurgische Primär- und Reeingriffe im GBSR-Register dokumentiert. Hiervon waren 4988 Primäroperationen mit einem Anteil von 40,4% Magenbypassoperationen und 51,3% Sleeve Gastrektomien. Somit ist die Sleeve Gastrektomie im GBSR der 2016 am häufigsten dokumentierte Eingriff. Rein malabsorptive Verfahren und das Gastric Banding (GB) haben derzeit eine untergeordnete Bedeutung. Seltene Operationsmethoden wie die biliopankreatische Diversion nach Scopinaro, der DS und die SADI-Methode werden derzeit in Deutschland kaum eingesetzt.

Problem ist die erforderliche Nachbetreuung und Supplementation der Patienten, deren Finanzierung derzeit nicht geregelt ist.
Ein wesentliches Problem aller Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der metabolischen Chirurgie besteht in dem Mangel an Langzeitdaten mit hoher Follow-up Rate. Unabhängig vom Operationsverfahren findet sich ab dem 3. Jahr postoperativ ein deutlicher lost of follow up.

 

 

  1. BMBF im Rahmen des Kompetenznetz Adipositas seit 01.04.2011; Fördernummer 01GI1124

Förderung vom BMBF bis 31.03.2015

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Wir danken allen beteiligten Kliniken für die aktive Teilnahme.